Untersuchungsliege mit blauer Decke in Praxisraum

Komfort und Funktionalität: Essentials für Behandlungsräume

Eine gut gewählte Untersuchungsliege sorgt für reibungslose Abläufe und hohen Patientenkomfort. Doch nicht jedes Modell erfüllt die Anforderungen des Praxisalltags. Höhenverstellbarkeit, Polsterung und Stabilität sind entscheidende Faktoren, die über Funktionalität und Langlebigkeit bestimmen.

Doch worauf kommt es wirklich an? Welche Ausstattung ist unverzichtbar? Dieser Artikel zeigt, welche Eigenschaften eine hochwertige Untersuchungsliege haben sollte und worauf es bei der Auswahl ankommt.

Ergonomie und Komfort: Worauf es wirklich ankommt

Eine ergonomische Untersuchungsliege für Arztpraxen ist mehr als nur eine einfache Liegefläche – sie ist ein tägliches Arbeitswerkzeug für medizinisches Personal und eine entscheidende Komfortzone für Patienten. Die richtige Wahl kann den Praxisalltag erheblich erleichtern, während eine ungeeignete Liege zu Verspannungen, Rückenproblemen und ineffizienten Arbeitsabläufen führt. Die Untersuchungsliege von Medizina bietet ergonomische Lösungen, die Komfort und Funktionalität optimal vereinen.

Warum ist Ergonomie so wichtig?

Ergonomie bedeutet, dass eine höhenverstellbare Untersuchungsliege für Arztpraxen so gestaltet ist, dass sie die natürliche Körperhaltung unterstützt und Bewegungsabläufe erleichtert. Ein ergonomisches Modell schützt das Fachpersonal vor Fehlhaltungen, unnötigen Belastungen und langfristigen Beschwerden.

Welche Komfortmerkmale sind entscheidend?

  • Höhenverstellbarkeit: Die Möglichkeit, die Liegehöhe schnell und unkompliziert anzupassen, reduziert die körperliche Belastung für das medizinische Personal erheblich. Besonders in Praxen mit häufig wechselnden Patienten ist eine elektrisch verstellbare Untersuchungsliege ein echtes Plus.
  • Polsterung: Eine hochwertige Schaumstoffpolsterung mit einer mittleren bis hohen Dichte sorgt für optimalen Komfort. Zu weiche Polster können das Einsinken der Patienten begünstigen, während zu harte Varianten als unangenehm empfunden werden.
  • Zusätzliche Stützen: Verstellbare Kopf- und Armstützen ermöglichen eine individuelle Anpassung und eine entspanntere Positionierung während der Untersuchung oder Behandlung.

Ein weiteres wichtiges Detail ist die Liegefläche selbst: Ist sie zu schmal, fühlen sich Patienten eingeengt. Ist sie zu breit, kann das Personal Schwierigkeiten haben, sich um den Patienten herum zu bewegen. Die optimale Breite liegt zwischen 60 und 80 cm – je nach Einsatzbereich und Anforderungen der Praxis.

Materialwahl: Hygiene trifft Langlebigkeit

Eine Untersuchungsliege ist täglichen Belastungen ausgesetzt – nicht nur durch Patienten, sondern auch durch Reinigungs- und Desinfektionsmittel. Das Material muss daher strapazierfähig, hygienisch und einfach zu reinigen sein.

Die wichtigsten Materialeigenschaften auf einen Blick:

  • PU-Kunstleder: Besonders langlebig, desinfektionsmittelbeständig und wasserabweisend. Dieses Material wird am häufigsten in medizinischen Einrichtungen eingesetzt.
  • Vinyl-Bezüge: Ebenfalls leicht zu reinigen, jedoch empfindlicher gegenüber aggressiven Chemikalien.
  • Metall- oder Holzgestelle: Metallgestelle sind besonders robust und hygienisch, während Holzgestelle optisch ansprechender, aber pflegeintensiver sind.

Eine Untersuchungsliege sollte zudem über verstärkte, reißfeste Nähte verfügen, um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten. Billigmodelle neigen dazu, an den Nähten einzureißen – das ist nicht nur unästhetisch, sondern auch ein Hygieneproblem, weil sich Bakterien in den Rissen festsetzen können.

Tipp: Achte beim Kauf darauf, dass die Oberfläche der Liege rutschfest und antibakteriell beschichtet ist – so bleibt sie auch nach Jahren intensiver Nutzung hygienisch einwandfrei.

Höhenverstellung: Manuell oder elektrisch?

Untersuchungsliege blau in stilvoller Praxisumgebung

Viele Praxisbetreiber unterschätzen, wie entscheidend eine Höhenverstellung für den Arbeitsalltag ist. Doch wer täglich mit Patienten arbeitet, weiß: Eine falsche Arbeitshöhe führt schnell zu Rückenproblemen und ineffizienten Bewegungsabläufen.

Welche Variante ist die bessere Wahl?

  • Manuelle Höhenverstellung:
    – Kostengünstig, aber weniger komfortabel.
    – Ideal für Praxen, in denen die Liege selten verstellt wird.
  • Elektrische Höhenverstellung:
    – Erlaubt eine schnelle, einfache Anpassung mit nur einem Knopfdruck.
    – Besonders sinnvoll für Fachbereiche mit hoher Patientenfrequenz oder häufig wechselnden Behandlungen.

Tipp: In großen Praxen mit mehreren behandelnden Fachkräften lohnt sich eine elektrische Höhenverstellung, da sich jede Person die perfekte Arbeitshöhe individuell einstellen kann – ohne Zeitverlust oder körperliche Anstrengung.

Stabilität und Belastbarkeit: Wichtige Kriterien für den Alltag

Ein weiteres essenzielles Kaufkriterium ist die Stabilität. Eine instabile Liege kann die Sicherheit des Patienten gefährden und den Komfort der Behandlung erheblich beeinträchtigen.

Worauf sollte man achten?

  • Rahmenkonstruktion: Ein Stahlrahmen sorgt für hohe Stabilität und Belastbarkeit.
  • Maximale Tragkraft: Standardmodelle halten etwa 150–180 kg, während verstärkte Modelle bis zu 250 kg tragen können.
  • Rutschfeste Füße oder Rollen mit Bremsen: Diese garantieren einen festen Stand und verhindern unbeabsichtigte Bewegungen während der Behandlung.

Besonders in Fachbereichen wie Orthopädie oder Physiotherapie, in denen Patienten sich aktiv auf der Liege bewegen, ist eine höhere Belastbarkeit empfehlenswert.

Expertenwissen: Worauf es wirklich ankommt – Interview mit Dr. Markus Lehmann

Dr. Lehmann, warum ist die Wahl der richtigen Untersuchungsliege so wichtig?

Dr. Lehmann:
Eine Untersuchungsliege ist das Herzstück vieler Behandlungsräume. Sie beeinflusst die Ergonomie des Personals und den Komfort der Patienten. Eine falsche Wahl kann langfristig gesundheitliche Probleme verursachen, sei es durch eine falsche Arbeitshöhe oder eine unzureichende Stabilität.

Welche drei Hauptkriterien sollte man beim Kauf beachten?

Dr. Lehmann:
Die wichtigsten Punkte sind:

  • Ergonomie: Eine höhenverstellbare Liege erleichtert die Arbeit und verhindert Rückenprobleme.
  • Belastbarkeit: Die Konstruktion sollte stabil sein und mindestens 200 kg tragen.
  • Hygiene: Eine leicht zu reinigende Oberfläche ist essenziell für den Praxisalltag.

Was ist besser – manuelle oder elektrische Höhenverstellung?

Dr. Lehmann:
Elektrische Modelle sind zwar teurer, aber wesentlich komfortabler. Sie sparen Zeit und reduzieren die körperliche Belastung des Fachpersonals. In einer Praxis mit hohem Patientenaufkommen würde ich immer eine elektrische Variante empfehlen.

Gibt es bestimmte Funktionen, die besonders nützlich sind?

Dr. Lehmann:
Ja, einige Features erleichtern den Alltag erheblich:

  • Verstellbare Kopf- und Armlehnen für mehr Komfort.
  • Papierrollenhalter für schnelle Hygienewechsel.
  • Rollen mit Feststellbremse für mobile Einsatzmöglichkeiten.

Zum Abschluss: Ihr wichtigster Tipp für den Kauf?

Dr. Lehmann:
Nicht nur auf den Preis achten! Eine hochwertige Liege ist eine Investition für viele Jahre. Wer von Anfang an auf Qualität setzt, spart langfristig Geld und Ärger.

Die richtige Entscheidung für eine funktionale Praxisausstattung

Untersuchungsraum mit Ultraschallgerät und Untersuchungsliege

Die Wahl der passenden Untersuchungsliege hat weitreichende Auswirkungen auf den Praxisalltag. Sie beeinflusst nicht nur die Qualität der Untersuchungen und Behandlungen, sondern auch den Komfort der Patienten und die Arbeitsbedingungen des medizinischen Personals. Neben Ergonomie, Hygiene und Stabilität spielen auch praktische Zusatzfunktionen sowie ein durchdachtes Design eine entscheidende Rolle.

Eine hochwertige Liege mit einer anpassbaren Höhe, einer bequemen Polsterung und strapazierfähigen Materialien kann die Effizienz im Arbeitsalltag erheblich steigern. Zudem trägt sie dazu bei, gesundheitliche Belastungen für das Personal zu minimieren, indem sie ergonomische Arbeitspositionen ermöglicht und unnötige körperliche Anstrengungen reduziert. Gleichzeitig sorgt eine gut ausgestattete Liege dafür, dass sich Patienten während der Behandlung wohlfühlen und die bestmögliche Unterstützung erhalten.

Wer langfristig denkt und auf Qualität setzt, investiert nicht nur in eine langlebige und funktionale Praxisausstattung, sondern auch in reibungslose Abläufe, zufriedene Patienten und eine bessere Arbeitsumgebung für das Fachpersonal.

Bildnachweis: pagnacco, Super, Jürgen Fälchle, Adobe Stock